Foto: Hubert Auer

Theresa Weiss, B.A.

Freiberuflerin

2009 Studienabschluss in Salzburg mit Bachelor of Arts


 

Liebe Frau Weiss, Sie sind Freiberuflerin und in verschiedenen Bereichen tätig. Was sind ihre derzeitigen Arbeitsfelder und welche Projekte sind in absehbarer Zukunft geplant?

Momentan bin ich als freiberufliche Kunstvermittlerin und Kunsthistorikerin an drei Salzburger Museen beschäftigt (Museum der Moderne Salzburg, Salzburger Freilichtmuseum, Domquartier Salzburg). Im Freilichtmuseum und Domquartier mache ich Museumsführungen und auch Workshops für Kinder und Jugendliche. Im Museum der Moderne bin ich ebenfalls auf der durchführenden Seite, entwickle aber auch Workshop-Konzepte und - das macht mir besondere Freude, weil ich eine Zeit lang in einem Museum in Boston, MA gearbeitet habe - Englisch-Workshops für Jugendliche.
Seit Februar 2016 habe ich auch eine kleine Design-Firma - The Alpine Tribe - wo ich mich als Designerin mit Produktentwicklung und nachhaltigen Design-Konzepten beschäftige. Ein weiteres "Steckenpferd" ist die Auseinandersetzung mit dem Thema Kommunikation - da tüftle ich ebenfalls seit einer Weile an einem Workshop-Konzept für Studenten...

Erzählen Sie uns mehr über Ihr Label The Alpine Tribe (www.thealpinetribe.com).

Den Gedanken, ein kleines Label zu gründen, trage ich schon seit einem Aufenthalt in Kapstadt Anfang 2015 mit mir herum. Ich war auf diversen Märkten ganz begeistert von den vielen Menschen, die sich trauen, unserer globalisierten Gesellschaft etwas entgegen zu setzen. Kurze Zeit später habe ich in Österreich einige solcher Märkte besucht und war sehr beeindruckt, wie viele solcher Start-Ups es auch bei uns schon gibt. Es hat ein bisschen gedauert, aber mit The Alpine Tribe möchte auch ich etwas zu diesem Aufbruch beitragen. Ich lasse momentan im Waldviertel meine Roundie Towels (runde Strand-/Badetücher) herstellen. Die Muster dafür habe ich selbst entworfen. Die Baumwolle wurde fair und ökologisch produziert. Der Nachhaltigkeitsaspekt ist mir sehr wichtig.

Foto: Hubert Auer

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Was sind die Vorzüge und was die Herausforderungen, wenn man seine eigene Chefin ist?

Positiv ist sicher eine in gewissem Sinne größere Freiheit was die Zeiteinteilung angeht. Das beinhaltet aber natürlich auch, sich aus freien Stücken an Aufgaben zu machen, auf die man gerade keine Lust hat. Selbstmotivation und -organisation sind Fähigkeiten ohne die es nicht geht als Selbstständige.

Was sind für Sie die drei wichtigsten Gründe, gerade in Salzburg Kunstgeschichte zu studieren?

+ "Einmal Umfallen" und schon steht man mitten im Barock.
+ Salzburg ist eine geschichtsträchtige Stadt - von hier aus die kunsthistorischen Fühler auszustrecken habe ich als sehr spannend empfunden.
+ Mir hat sehr gefallen, dass es am Institut recht familiär zugegangen ist.

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Was möchten Sie den (zukünftigen) Studierenden noch mit auf den Weg geben?

Für alles, was so kommt, offen sein. Sich an der Uni nicht nur eine AUSbildung, sondern Bildung holen und sich Kunstgeschichte von niemandem als "brotlos" madig machen lassen. Im Kunst- und Kulturbereich Fuß zu fassen ist sicher nicht leicht aber mit einem geisteswissenschaftlichen Studium, den Fähigkeiten, die man dabei erwirbt, ist man auch in anderen Bereichen ein wertvoller Mitarbeiter.


 
 
 
 
 
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