Foto: Hubert Auer

Mag. Erich Erker

Bankhaus Spängler Salzburg, Numismatiker und Archivar

derzeitig Doktorand in Salzburg


 

Lieber Herr Mag. Erker, Sie schreiben gerade Ihre Dissertation an der Universität Salzburg über Salzburger Münzen und Medaillen. Wie sind Sie zu dem Thema gekommen?

Schon als Unterstufen-Schüler habe ich Münzen der Salzburger Erzbischöfe gesammelt. Natürlich konnte ich mir nur die kleineren leisten. Durch eine Matura-Arbeit bekam ich dann die Möglichkeit, neben dem Studium die Münzsammlung im Bankhaus Spängler zu betreuen. Seither habe ich auch mit selteneren Stücken zu tun. Darunter sind die Medaillen, die an die Vertreibung der Salzburger Protestanten 1731/32 erinnern, kulturhistorisch besonders interessant. Deshalb untersuche ich sie in meiner Dissertation.

Sie arbeiten im Bankhaus Spängler in Salzburg, was in den Augen der meisten nicht unbedingt der naheliegendste Arbeitsplatz für einen Kunsthistoriker ist. Was ist Ihr Aufgabenbereich dort und inwiefern tangiert es Ihre kunsthistorischen Kompetenzen?

Stimmt, das ist keine typische Laufbahn. Das Bankhaus Spängler ist ein Familienbetrieb, der Kunst und Kultur wertschätzt. Neben meiner Tätigkeit als Numismatiker bin ich auch für das historische Unternehmensarchiv verantwortlich. Wir kooperieren mit Museen und organisieren Ausstellungen und Vorträge über die Münzsammlung und die Geschichte der Bank. Das umfasst aber nur einen Teil meiner Arbeitszeit. Ich bin auch Wirtschaftsjurist und habe damit ein zweites berufliches Standbein.

Foto: Hubert Auer

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Wie sieht bei Ihnen der typische Arbeitstag aus?

Als Numismatiker erwerbe ich neue Stücke für unsere Sammlung und gebe Auskünfte an Kunden. Als Archivar mache ich die Unternehmensgeschichte lebendig, zum Beispiel durch Vorträge, Artikel in der Mitarbeiterzeitung, Beiträge für Marketingaktionen und Kooperationen mit Partnern, etwa Museen, dem Stadtarchiv oder der Universität. Außerdem beantworte ich Anfragen und, soweit Zeit bleibt, ordne und systematisiere ich die Bestände im Archiv.

Was sind Ihrer Meinung nach die drei wichtigsten Gründe, gerade in Salzburg Kunstgeschichte zu studieren?

Die wunderschöne Stadt, in der man von Kunst, Kultur und herrlicher Natur umgeben ist, das kleine aber feine Institut und sein tolles Team. Ich habe hier viel gelernt und bin für die schöne Zeit und die wertvolle Unterstützung, die ich bekommen habe, sehr dankbar.

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Was möchten Sie den (zukünftigen) Studierenden noch mit auf den Weg geben?

Fasst euch Ziele und verfolgt sie konsequent. Lasst euch nicht entmutigen, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt. Ihr könnt darauf vertrauen, dass sich immer wieder neue Wege auftun.


 
 
 
 
 
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